Kurt-Hübner-Preis 2020

KURT-HÜBNER-PREIS GEHT AN DIE REGISSEURIN ALIZE ZANDWIJK, NACHWUCHSPREIS AN DEN DIRIGENTEN KILLIAN FARRELL

Der Kurt-Hübner-Preis geht in diesem Jahr an die Regisseurin Alize Zandwijk. Den erstmals verliehenen Nachwuchspreis der Bremer Theaterfreunde erhält der 26-jährige Dirigent Killian Farrell.

Die Preisverleihung wird am Sonntag, 6.12.2020 um 19:30 Uhr stattfinden.

„In diesem Jahr ging kein Weg an ihr vorbei“ begründet die Jury ihre Entscheidung. „Alize Zandwijk ist die Preisträgerin des Kurt-Hübner-Preises. Mit VÖGEL von Wajdi Mouawad gelang der leitenden Regisseurin des Schauspiels zu Beginn dieser abgebrochenen Spielzeit ein sehr intimer, gleichwohl sehr politischer und ungeheuer intensiver Theaterabend, ein Paradebeispiel für die große Könnerschaft, die Regisseurin Alize Zandwijk und ihr überragend agierendes Schauspiel-Ensemble auszeichnet. Genauso intensiv, aber ganz anders war ihre zweite Arbeit mit elf Jungen bzw. jungen Männern im Kleinen Haus: FRÜHLINGSERWACHEN. Zum Zerreißen gespannt, in ständiger Bewegung, schutzlos sich allen Impulsen ausliefernd und trotzdem unerschrocken, entdecken und erspielen sich ihre Jungen Akteure Sexualität, Einsamkeit und Freundschaft. Und die Zuschauerinnen und Zuschauer schauten ihnen atemlos zu. Genau wie den kochenden und erzählenden MÜTTERn aus der letzten Spielzeit, die auch in dieser Spielzeit wieder das Foyer zu einer großen Küche machten und zu einem besonderen Ort der Begegnung. DER SCHIMMELREITER, im letzten Jahr für das Berliner Theatertreffen vorgeschlagen, ging derweil in dieser Spielzeit auf Tour, die Produktion gastierte in Bozen, Gütersloh, Ludwigshafen und wäre nach Brünn in Tschechien gefahren. Gespannt war man auf ihre nächste Auseinandersetzung mit Bertolt Brecht, doch kurz vor den Endproben musste DIE HEILIGE JOHANNA DER SCHLACHTHÖFE unterbrochen werden. „Gefühl wird zu Bewegung wird zu Musik.“ Das hat einmal ein Kritiker geschrieben und dieser Satz beschreibt sehr schön und pointiert die Arbeit von Alize Zandwijk. Es geht um Stimmungen,
Haltungen, Seelenbilder und wie man diese gemeinsam in Bewegung setzt. Und dann ist eine gute Probe eine Jazzimprovisation und eine gute Inszenierung ein wunderbares Tanztheater mit und ohne Worten. Aber großen Gefühlen. Eine Alize-Zandwijk-Inszenierung ist unter Corona- Auflagen nicht vorstellbar.“

Alize Zandwijk studierte bereits mit 18 Jahren Regie an der Theaterakademie in Kampen und begann ihre Karriere mit kleinen Theatergruppen in der Off-Szene. Später arbeitete sie für die Toneelgroep Amsterdam und Stella Den Haag. 1998 bildete sie gemeinsam mit Guy Cassiers die künstlerische Leitung des Rotterdamer RO Theater, 2006 wurde sie ebendort künstlerische Direktorin. Seit 2003 inszeniert sie regelmäßig in Deutschland, u. a. am Thalia Theater und am Deutschen Theater Berlin. Am Theater Bremen gab sie in der Spielzeit 2012/13 ihr Debüt mit Dea Lohers DAS LEBEN AUF DER PRACA ROOSEVELT, seit der Spielzeit 2016/17 ist sie leitende Regisseurin im Schauspiel am Theater Bremen.

Alize Zandwijk zum Preis: „Es ist eine super große Ehre, den Preis zu bekommen. Am Theater Bremen zu arbeiten ist eine Riesenfreude – mit so vielen wunderbaren Menschen und so viel Inspiration: toll. Und Michael Börgerding ist der Hammer.“

Mit dem Kurt-Hübner-Preis zeichnen die Bremer Theaterfreunde e.V. seit 1996 jährlich eine besonders herausragende künstlerische Leistung am Theater Bremen aus. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Der Nachwuchspreis der Bremer Theaterfreunde wird in diesem Jahr erstmalig vergeben, er ist mit 2000 Euro dotiert. Mit dem Preis sollen junge Theaterkünstler*innen ausgezeichnet werden, die aufgrund ihrer Leistung und Persönlichkeit als besonders förderungswürdig erscheinen.
Der erste Preisträger ist Killian Farrell.

Die Begründung der Jury:
„Killian Farrell wird mit dem erstmals verliehenen Nachwuchspreis der Bremer Theaterfreunde ausgezeichnet. Der aus Dublin stammende Dirigent ist seit 2017 am Theater Bremen engagiert und wird hier zur kommenden Spielzeit im Alter von gerade einmal 26 Jahren Erster Kapellmeister.
Als Dirigent, Korrepetitor und Assistent des Generalmusikdirektors ist Killian Farrell eng in die aktuelle Entwicklung des Musiktheaters des Theater Bremen eingebunden. Am Pult der Bremer Philharmoniker konnte man ihn bereits in einem breiten Opernrepertoire von Mozarts ZAUBERFLÖTE über Richard Strauss‘ ROSENKAVALIER bis zu Schostakowitsch‘ LADY MACBETH VON MZENSK erleben.
Mit Wolfgang Rihms Kammeroper JAKOB LENZ übernahm Killian Farrell nun erstmals eine Opernneuproduktion eigenverantwortlich als Musikalischer Leiter. Marco Štormans Inszenierung zählt zu den unbestreitbaren Höhepunkten einer daran nicht geizenden Spielzeit – nicht zuletzt aufgrund der überragenden Leistung von Claudio Otelli in der Titelpartie und des außergewöhnlichen Bühnenraumes von Jil Bertermann. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Souveränität, mit der Killian Farrell die musikalischen Fäden in einem besonderen Musiktheater-Setting zusammenzuhalten wusste und so ein überzeugendes Plädoyer für die Relevanz der Neuen Musik in der Oper lieferte.
Gerade bei avantgardistischer Musik kommt der Vermittlung eine zentrale Rolle zu. Dies wissend, ließ Killian Farrell es sich nicht nehmen, die Einführungsveranstaltungen kurz vor Vorstellungsbeginn gemeinsam mit der Dramaturgin Isabelle Becker persönlich durchzuführen. Er spielte am Flügel Auszüge vor, sang kleine Passagen, erklärte die Zusammenhänge – und weckte im Publikum mit seiner eigenen Begeisterung die Neugier auf diesen nicht alltäglichen Opernabend.“

Killian Farrell studierte Klavier, Orgel und Dirigat am DIT Conservatory of Music and Drama in Dublin und absolvierte parallel dazu ein Studium der Musikwissenschaft am Trinity College in Dublin, das er 2016 mit Auszeichnung beendete. Bereits im Alter von 17 Jahren debütierte er als Dirigent in einer Aufführung von Bachs JOHANNES-PASSION. Als Korrepetitor und Young Artist am National Opera Studio in London vervollständigte er seine Ausbildung, weitere wichtige Impulse erhielt er durch das Young Artists Program der Britten-Pears Academy und der Académie du Festival d’Aix-en-Provence, wo er eng mit Andris Nelsons und Thomas Adès zusammenarbeitete. Letzte Gastdirigaten führte ihn zu dem Musiekgebouw Amsterdam (Dutch National Opera) und das Ulster Orchestra, u. a..

Auch Killian Farrell freut sich sehr: „Ich fühle mich sehr geehrt durch die Auszeichnung mit dem erstmalig vergebenen Kurt-Hübner-Nachwuchspreis, der speziell die diesjährige Produktion JAKOB LENZ sowie meine Stückeinführung in dieses spannende Werk honorieren soll. Als Dirigent sehe ich die Vermittlung von Musik im Allgemeinen, ganz besonders aber die Vermittlung von neuer Musik, als eine meiner wichtigsten Aufgaben. Ich bin der festen Überzeugung, dass – egal ob wir Mozart oder Lachenmann spielen – die Zuhörer ein Werk oder eine Aufführung nicht nur erleben, sondern auf einer tieferen Ebene verstehen und durchdringen und dadurch nochmals viel mehr wertschätzen und genießen können, wenn man ihnen die richtigen Werkzeuge in die Hand gibt. Aus diesem Grund ist es mir als Musiker und Dirigent ein großes Anliegen und Bestreben, meinem Publikum jeweils einen stückspezifischen ‚Werkzeugkasten‘ mitzugeben.“

Die diesjährige Jury: Prof. Michael Börgerding (Intendant Theater Bremen), Ursula van den Busch (Vorsitzende Bremer Theaterfreunde), Rainer Glaap (Theaterfreunde), Christine Gorny (Radio Bremen), Iris Hetscher (Weser- Kurier), Lore Kleinert (Theaterfreunde), Daniel de Olano (Theaterfreunde), Peter Schulz (Freier Journalist) und Rolf Stein (Kreiszeitung).

JuniJuliAugustbrief 2020

Liebe Theaterfreundinnen und Theaterfreunde,

endlich gibt es wieder Theatervorstellungen!
AUS DEM HOF heisst die Reihe, in der vom 18. Juni bis 12. Juli auf dem St. Pauli Hof vor dem Kleinen Haus im Wechsel kleine Produktionen aller Sparten zu sehen sind. Personalisierte Karten zu 10€/erm. 5€ können auf www.theaterbremen.de oder 1 Stunde vor Einlass an der Kasse erworben werden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir wieder für Sie spielen dürfen.“ sagte Michael Börgerding bei der Vorstellung der neuen Spielzeit 2020/21 am letzten Freitag. Und weiter: „Aber wir können noch keine zuverlässigen Aussagen für die zweite Spielzeithälfte treffen. Wichtig ist vor allen Dingen die Sicherheit – die Sicherheit derer, die hier am Theater arbeiten und die Sicherheit des Publikums. Unser grosses Ziel ist aber, dass Sie hinterher nicht unten im Saal sitzen und denken, Sie sehen eine Corona-Fassung eines Stücks, sondern dass wir Sie die Situation mit unserem Theater vergessen lassen.“
Für eine Weile werden Theaterbesuche anders aussehen als gewohnt.
Wie jetzt bei den Vorstellungen im St. Pauli Hof werden auch bei den Aufführungen auf allen Bühnen im Haus besondere Schutz- und Hygienemassnahmen gelten. Für die Zuschauer gibt es eine Registrierungspflicht und bis zur Einnahme des Sitzplatzes eine Maskenpflicht. Die meisten Produktionen werden keine Pause haben. Es wird keine Gastronomie geben und keine Premierenfeiern.
Die Abstandsregeln führen dazu, dass im Kleinen Haus 52 und im Theater am Goetheplatz 193 Plätze zur Verfügung stehen. Deswegen müssen die Festabonnements ausgesetzt werden. Die Abonnenten erhalten jedoch eine Abo-Theatercard mit der Möglichkeit eines Vorkaufsrechts 10 Tage vor Beginn des normalen Vorverkaufs und eines Preisnachlasses von 25%.

Der Theaterkarten-Vorverkauf beginnt jeweils am 10., für Abonnenten am 1. des Vormonats. Die Theaterkasse öffnet am 27.8.2020.
Einen Leporello wird es bis auf Weiteres nicht geben, das Programm und die Vorstellungstermine finden Sie auf der Theater-Website und der Anzeige mit der Wochenübersicht im Weser Kurier.

Einige besondere Veranstaltungen wie z. B. unsere Theatertreffen oder Probenbesuche können erst einmal nicht stattfinden. Dennoch können wir uns auf viele spannende Theaterereignisse freuen.

Eine Übersicht der Termine:

Die nächsten Premieren
°Samstag, 29.8. Kleines Haus I SCHÄFCHEN IM TROCKENEN
°Samstag, 12.9. Theater am Goetheplatz I TRÜFFEL TRÜFFEL TRÜFFEL
°Sonntag, 13.9. Theater am Goetheplatz I MIT ABSTAND DAS SCHÖNSTE
°Samstag, 26.9. Theater am Goetheplatz I UA DÜSTERER SPATZ AM
MEER/ HYBRID (AMERICA)n
°Donnerstag, 1.10. Theater am Goetheplatz I DIE MENSCHLICHE STIMME
°Samstag, 3.10. Brauhaus I CON5P1R4.CY (KEINE ZUFÄLLE)
°Freitag, 16.10. Kleines Haus I MOMENTUM ZERO
°Samstag, 17.10. Theater am Goetheplatz I IMAGINE
°Sonntag, 25.10. Brauhaus I LIKE A VIRGIN
°Mittwoch, 4.11. Brauhauskeller I DAS FUNDSTÜCK
°Donnerstag, 5.11. Kleines Haus I UA MUTTER VATER LAND
°Samstag, 7.11. Theater am Goetheplatz I PAPAGENO ERFINDET DIE
ZAUBERFLÖTE
°Freitag, 20.11. Kleines Haus I UA WÜST ODER DIE MARQUISE VON O…
°Sonntag, 22.11. Theater am Goetheplatz I RONJA RÄUBERTOCHTER
°Samstag, 5.12. Kleines Haus I MOBY DICK
°Sonntag, 6.12. Brauhaus I EIN KINDERSTÜCK
°Freitag, 11.12. Theater am Goetheplatz I DIE ITALIENERIN IN ALGIER

Die nächsten Wiederaufnahmen
°Samstag, 5.9. Theater am Goetheplatz I WOYZECK
°Donnerstag, 17.9. Theater am Goetheplatz I IN BED WITH MADONNA
°Donnerstag, 22.10. Kleines Haus I SPEKTRUM

Wenn Sie das Theater nach den Sommerferien besuchen, werden Sie dort vielleicht einige neue Gesichter sehen. Im Schauspiel übernimmt in Nachfolge von Simone Sterr die Leitung der Dramaturgie Stefan Bläske, der 2017 von der „Theater heute“ zum Dramaturg des Jahres gewählt worden war und nach Tätigkeiten in Erlangen, Wien, München, Berlin und Zürich zuletzt am NTGent gearbeitet hat.

Ebenfalls neu in der Schauspieldramaturgie ist Anja Sackarendt, zuletzt leitende Dramaturgin am Theater Lübeck.

Neu ins Ensemble kommen im Schauspiel Shirin Lilly Eissa (zuvor Münchner Kammerspiele und Schauspielhaus Hannover), Christian Freund (zuvor u.a. Staatsschauspiel Dresden und Dortmunder Schauspielhaus) und Patrick Balaraj Yogarajan (zuvor u.a. Experi Theater Zürich, Schauspielhaus Wien und Theater Konstanz). Die Schauspieler Frederik Gora und Anne Sauvageot werden das Ensemble des Moks ergänzen.
Sehr bekannt ist Ihnen sicher unsere diesjährige Preisträgerin des Kurt- Hübner-Preises, die Regisseurin Alize Zandwijk.
„…. Mit VÖGEL von Wajdi Mouawad gelang der leitenden Regisseurin des Schauspiels zu Beginn dieser abgebrochenen Spielzeit ein sehr intimer, gleichwohl sehr politischer und ungeheuer intensiver Theaterabend, ein Paradebeispiel für die große Könnerschaft, die Regisseurin Alize Zandwijk und ihr überragend agierendes Schauspiel-Ensemble auszeichnet. Genauso intensiv, aber ganz anders war ihre zweite Arbeit mit elf Jungen bzw. jungen Männern im Kleinen Haus: FRÜHLINGSERWACHEN. Zum Zerreißen gespannt, in ständiger Bewegung, schutzlos sich allen Impulsen ausliefernd und trotzdem unerschrocken entdecken und erspielen sich ihre Jungen Akteure Sexualität, Einsamkeit und Freundschaft.Und die Zuschauer schauten ihnen atemlos zu. Genau wie den kochenden und erzählenden MÜTTERn aus der letzten Spielzeit, die auch in in dieser Spielzeit wieder das Foyer zu einer großen Küche machten und zu einem besonderen Ort der Begegnung. DER SCHIMMELREITER, im letzten Jahr für das Berliner Theatertreffen vorgeschlagen, ging derweil in dieser Spielzeit auf Tour, die Produktion gastierte in Bozen, Gütersloh, Ludwigshafen und wäre nach Brünn in Tschechien gefahren. Gespannt war man auf ihre nächste Auseinandersetzung mit Bertold Brecht, doch kurz vor den Endproben musste DIE HEILIGE JOHANNA DER SCHLACHTHÖFE unterbrochen werden. „Gefühl wird zu Bewegung wird zu Musik.“ Das hat einmal ein Kritiker geschrieben und dieser Satz beschreibt sehr schön und pointiert die Arbeit von Alize Zandwijk …..“ – so die Begründung der Jury.

Nach Änderung des KHP-Statuts konnten wir also die hervorragende Arbeit einer seit ihrem Bremer Debüt mit DAS LEBEN AUF DER PRACA ROOSEVELT in der Spielzeit 2016/17 immer wieder höchst erfolgreich inszenierenden Künstlerin auszeichnen und zudem den Nachwuchspreis der Bremer Theaterfreunde an ein junges Talent vergeben. Dieser neue Preis wird für zunächst 5 Jahre von einem früheren Vorsitzenden der Theaterfreunde finanziert. Der erste Preisträger ist Killian Farrell.
In der Jurybegründung heisst es: „…. Der aus Dublin stammende Dirigent ist seit 2017 am Theater Bremen engagiert und wird hier zur kommenden Spielzeit im Alter von gerade einmal 26 Jahren Erster Kapellmeister.
Als Dirigent, Korrepetitor und Assistent des Generalmusikdirektors ist Killian Farrell eng in die aktuelle Entwicklung des Musiktheaters des Theater Bremen eingebunden. Am Pult der Bremer Philharmoniker konnte man ihn bereits in einem breiten Opernrepertoire von Mozarts ZAUBERFLÖTE über Richard Strauss‘ ROSENKAVALIER bis zu Schostakowitsch‘ LADY MACBETH VON MZENSK erleben. Mit Wolfgang Rihms Kammeroper JACOB LENZ übernahm Killian Farrell nun erstmals eine Opernneuproduktion eigenverantwortlich als Musikalischer Leiter. Marco Štormans Inszenierung zählt zu den unbestreitbaren Höhepunkten einer daran nicht geizenden Spielzeit – nicht zuletzt aufgrund der überragenden Leistung von Claudio Otelli in der Titelpartie und des außergewöhnlichen Bühnenraumes von Jil Bertermann. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Souveränität, mit der Killian Farrell die musikalischen Fäden in einem besonderen Musiktheater- Setting zusammenzuhalten wusste und so ein überzeugendes Plädoyer für die Relevanz der Neuen Musik in der Oper lieferte. Gerade bei avantgardistischer Musik kommt der Vermittlung eine zentrale Rolle zu. Dies wissend, ließ Killian Farrell es sich nicht nehmen, die Einführungsveranstaltungen kurz vor Vorstellungsbeginn gemeinsam mit der Dramaturgin Isabelle Becker persönlich durchzuführen. Er spielte am Flügel Auszüge vor, sang kleine Passagen, erklärte die Zusammenhänge – und weckte im Publikum mit seiner eigenen Begeisterung die Neugier auf diesen nicht alltäglichen Opernabend.“

Die Preisverleihung kann leider erst in der neuen Spielzeit stattfinden – am Sonntag, 6.12.2020 um 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz.

Am gleichen Tag soll dann auch wie üblich unsere Mitgliederversammlung sein. Bitte merken Sie sich dafür also Sonntag, 6.12.2020 17:30 Uhr vor.

Ich hoffe, wir sehen uns bald im Theater. Haben Sie bis dahin einen wunderbaren Sommer und bleiben Sie gesund!
Herzlich grüßend, Ihre Ursula van den Busch

Maibrief 2020

Liebe Theaterfreundinnen und Theaterfreunde,

welch eine Zeit! Kein Tanz in den Mai, keine Ausflüge mit Familie oder Freunden, keine Besuche von Theater, Konzert, Museum, Kino.

Wir vermissen so Vieles.

Und die Theater werden wahrscheinlich die letzten Einrichtungen sein, die wieder öffnen dürfen – wenn alles gut geht, im September oder Oktober unter Einführung von grösseren Abständen auf der Bühne und im Zuschauerraum und besonderen Regelungen an Garderobe und Einlass. An den entsprechenden Plänen und Vorbereitungen wird in unserem Theater gearbeitet.
Darüber hinaus sind einige Abteilungen in der Produktion von Trennwänden, Mundschutz und Visieren für Einrichtungen im medizinischen Bereich und in der Pflege tätig.

Eine besondere Idee kommt aus der Schauspieldramaturgie: Über 50 Theater- Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aus allen Bereichen bieten Ihnen einen BRIEFWECHSEL an. Wenn Sie interessiert sind, schreiben Sie unter Angabe Ihrer Postanschrift an Theater Bremen, Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen zu Händen einer der folgenden Personen:

Ferdaouss Adda, Referentin für Interkulturelle Bildung
Annette Amelung, Souffleuse
Marit Bauer, Sekretariat Technische Direktion
Martin Baum, Schauspieler
Isabelle Becker, Dramaturgin Musiktheater
Franziska Benack, Produktionsleiterin
Gabriela Bizarmanis, Technische Produktionsleiterin
Polina Bogdanova, Pianistin und Solorepetitorin
Bodil Elster-Bah, Mitarbeiterin Künstlerisches Betriebsbüro
Karin Enzler, Schauspielerin
Fabian Eyer, Schauspieler Moks
Killian Farrell, Dirigent und Solorepetitor
Serifa Fischer, Mitarbeiterin Technische Direktion
Nathalie Forstman, Leiterin Junge Akteure
Katja Fritzsche, Hutmacherin und Frauenbeauftragte
Guido Gallmann, Schauspieler
Christine Gersthofer, Mitarbeiterin Personalabteilung
Nadine Geyersbach, Schauspielerin
Judith Goldberg, Schauspielerin Moks
Lena Greving, Leiterin Marketing
Derek Hakweg, Leitung Maske
Christoph Heinrich, Sänger
Brigitte Heusinger, Leitende Dramaturgin Musiktheater
Vivien Hohnholz. Regieassistentin Musiktheater
Farina Holle, Leiterin Marketing
Christian Kemmetmüller, Leiter Beleuchtungsabteilung
Irene Kleinschmidt, Schauspielerin
Diana König, Leitung Presse
Nadine Lehner, Sängerin
Dieter Leinfelder, Betriebsratsvorsitzender
Siegfried W. Maschek, Schauspieler
Alice Meregaglia, Chordirektorin
Ulrike Meyer, Sängerin
Nathalie Mittelbach, Sängerin
Gabriele Möller-Lukasz, Schauspielerin
Meret Mundwiler, Schauspielerin Moks
Rieke Oberländer, Leiterin Theaterpädagogik
Barbara Poblenz, Souffleuse
Birger Radde, Sänger
Mirjam Rast, Schauspielerin
Verena Reichhardt, Schauspielerin
Christiane Renziehausen, Theaterpädagogin
Gregor Runge, Künstlerische Leitung Tanz
Christina Schahabi, Theaterpädagogin
Marysol Schalit, Sängerin
Christian Scherfer, Leiter Bühnenbetrieb
Theresa Schlesinger, Dramaturgie Schauspiel
Carsten Schmid, Leiter der Werkstätten
Shalün Schmidt, Theaterpädagogin
Ralf Scholz, Beleuchtungsmeister
Regula Schröter, Dramaturgin Schauspiel
Sarah Schütt, Veranstaltungstechnikerin
Frank Sonnemann, Technischer Direktor
Matthieu Svetchine, Schauspieler
Antonio Stella, Tänzer
Simone Sterr, Leitende Dramaturgin Schauspiel
Zoé Stevens, Mitarbeiterin Notenbibliothek
Sieglinde Voss, Mitarbeiterin Künstlerisches Betriebsbüro
Anette Wahl, Maskenbildnerin
Josef Zschornack, Regieassistent Musiktheater

Eine ganz besondere Möglichkeit des Kontaktes zum Theater….

Wegen der bestehenden Kontaktbeschränkungen kann die für 6. Juli 2020 vorgesehene Mitgliederversammlung der Theaterfreunde an dem Termin nicht stattfinden und muss auf Herbst verschoben werden.

Das gleiche gilt für die Verleihung des Kurt-Hübner-Preises. Die Jury wird Ende Mai tagen und den Preisträger/die Preisträgerin für den Kurt-Hübner-Preis und den erstmalig vergebenen Nachwuchspreis der Theaterfreunde auswählen. Gefeiert wird dann ebenfalls im Herbst.

Bis dahin schauen viele Theaterfreunde die Streaming-Angebote einiger Bühnen.
Unser Vorstandsmitglied Rainer Glaap hat in einer Umfrage das Nutzungsverhalten für Streaming-Angebote deutschsprachiger Theater, Opern- und Konzerthäuser untersucht und resümiert:
„Diese nicht-repräsentative Stichprobe von mehr als 300 Befragten hat ergeben: Selbst theateraffine Befragte nutzen nur z.T. die zahlreichen Angebote, die durch die Pandemie angeboten werden. Die bekanntesten Anbieter sind die Öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD, ZDF, 3sat und Arte mit ihren Mediatheken, gefolgt von der Berliner Schaubühne und der Digital Concerthall der Berliner Philharmoniker. Nur die Hälfte der Befragten wäre bereit, für das digitale Angebot zu bezahlen, die Preisbereitschaft liegt dabei bei €7,31 im Durchschnitt und bei €5 als Median (gleichzeitig häufigste Nennung).
Den vollständigen Bericht finden Sie auf nachtkritik.de https://www.nachtkritik.de/index.php? option=com_content&view=article&id=18024:theater-streams-nutzen- sie-das-angebot-eine-umfrage&catid=101&Itemid=84.

Die Qualität dieser ursprünglich nicht zur Übertragung vorgesehenen Aufzeichnungen ist meist nicht besonders gut und nur ein schwacher Ersatz für das reale Theater. Hoffen wir auf die Zeit nach den Sommerferien.

Für die Zwischenzeit wünscht Ihnen beste Gesundheit
Ihre Ursula van den Busch

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