Aprilbrief 2021

Liebe Theaterfreundinnen und Theaterfreunde,

wir hatten uns schon so gefreut, endlich wieder ins Theater gehen zu können. Doch leider steigen die Infektionszahlen und der Lockdown wird verlängert, also müssen wir weiter warten….

Die Planungen für Premieren und Wiederaufnahmen müssen wieder geändert werden – bis auf eine Ausnahme: Die Premiere von KAROLINE UND KASIMIR steht weiter für Samstag, 22.5.2021 um 19:30 Uhr auf dem Spielplan! Für die anderen Produktionen werden neue Aufführungstermine gesucht.

Online können Sie die zum Jugendtheater-Festival „Augenblick mal!“ eingeladene Moks-Inszenierung IOTA:KI vom 20.4. bis 17.5.2021 anschauen.

Eine weitere Produktion des JUNGEN THEATER BREMEN, die Inszenierung der Jungen Akteure LIKE A VIRGIN – Ein Schmusical, wurde zum diesjährigen „Theatertreffen der Jugend“ eingeladen und wird vom 28.5. bis 3.6. 2021 digital übertragen.

Ebenfalls online zu erleben ist am Samstag, 17.4.2021 um 20 Uhr die im Rahmen des 6. Filmfest Bremen live aus dem Theater übertragene Veranstaltung SUPER-8 MEETS LITERATURE.

Zwar wird im Theater seit Monaten nicht mehr gespielt, doch untätig sind die meisten Theaterleute dennoch nicht. Es wird, sobald es die Schutzmassnahmen zulassen, an Produktionen gearbeitet und geprobt. Die vielfachen Verschiebungen verursachen zusätzliche Arbeit. Und es entstehen Ideen: So schreibt Schauspielerin Nadine Geyersbach im Rahmen ihrer Kunstaktion DIALOG AM LEEREN HAUS gegen das Stillsein nachdenkliche Episoden und plakatiert diese auf die Theaterfassade. Schauspielerin Susanne Schrader und Fotograf Jörg Landsberg unterstützen die Bearbeitung von Anträgen in der Kulturbehörde, während der FSJKler Tim Wedell im Impfzentrum mitarbeitet.

Und in der Reihe AFTER TOMORROW wird über das Theater der Zukunft nachgedacht. Das Gedankenexperiment einer Autorin und Dramaturgin, einer Digitalexpertin und einer Fridays for Future-Aktivistin beschäftigte sich mit der Vision eines Theaters im Jahr 2041 und dem Weg dorthin. Nun sind auch die Theaterfreunde zu ihren Vorstellungen und Wünschen gefragt. Unter https://forms.gle/LUhejBF1fLQ2b4sg8 gelangen Sie zu dem von der Dramaturgie entwickelten Fragebogen, in dem Sie sich bis 30. April äussern können.

Ein Thema des zukünftigen Theaters ist zur Zeit das durch Auseinandersetzungen um Machtmissbrauch von Theaterleitern in die Diskussion geratene und umstrittene Intendantenmodell. Sind Leitungsteams die Alternative? Ist es die Struktur oder hat es andere Ursachen, wenn an Theatern wie in Karlsruhe oder Berlin Probleme entstehen? Am Theater Bremen gibt es mittlerweile eine Betriebsvereinbarung zur Zusammenarbeit und dem respektvollen Umgang miteinander, der auch einen Verhaltenskodex beinhaltet. So sollte unser Theater wenn, dann mit Berichten über vorbildliche Erhöhungen der Einstiegsgagen für das künstlerische Personal oder besondere herausragende Produktionen in die Schlagzeilen geraten…..

Trotz steigender Inzidenzwerte schauen wir optimistisch auf die nächsten, wärmeren Monate und hoffen, dass die im letzten Sommer so beliebten Aufführungen im Hof wieder stattfinden können. Zudem wird es in diesem Jahr eine Bühne auf dem Theaterberg in den Wallanlagen geben, wo wir ebenfalls Theateraufführungen sehen werden.

Bleiben Sie mit uns zuversichtlich und erwarten freudig die Wiederkehr der Theatererlebnisse.

Für Ihre stete Unterstützung dankend grüßt herzlich

Ihre Ursula van den Busch

FebruarMärzbrief 2021

Liebe Theaterfreundinnen und Theaterfreunde,

ich hoffe Sie sind gut ins Neue Jahr gekommen und geniessen nach wunderbaren Schneetagen den nun schon beginnenden Frühling.

Schon wieder kam es anders als geplant – das Theater blieb weiter geschlossen und die für Januar, Februar und März vorgesehenen Vorstellungen mussten ausfallen. Wie schade! Nun hoffen wir auf den nächsten möglichen Öffnungs-Termin im April. Auch dieser steht unter dem Vorbehalt der Fortentwicklung bei den Infektionszahlen, doch im Theater laufen die Planungen….

Wenn alles gut geht, werden wir folgende Aufführungen sehen:

Die nächsten Premieren
°Donnerstag, 22.4. Kleines Haus I UA MUTTER VATER LAND
°Freitag, 30.4. Kleines Haus I UA REVUE: DAS STERBEN DER ARTEN
°Sonntag, 2.5. Theater am Goetheplatz I ARIADNE AUF NAXOS
°Samstag, 22.5. Theater am Goetheplatz I KASIMIR UND KAROLINE

Ausserdem wird es im Tanztheater Wiederaufnahmen von FUTURALGIA und SPEKTRUM und im Schauspiel von VÖGEL geben und vielleicht kommen auch noch weitere bereits fertig gestellte Produktionen auf die Bühne.

Am 8. März sollen die Proben starten und ab Mitte April sind Probenbesuche vorstellbar.

Auch die Verleihung des KURT-HÜBNER-PREISES und des NACHWUCHSPREISES soll so bald es geht stattfinden, desgleichen die Mitgliederversammlung.

Bis dahin empfehle ich den Besuch der Theater-Website, wo Sie viele interessante Beiträge finden wie beispielsweise im FEBRUAR-EDITORIAL des Intendanten zur Initiative ZERO COVID, die auch von unserem Vorstands-Kollegen Rudolf Hickel unterstützt wird.

Eine weitere Empfehlung ist die Zeitschrift Theater heute Nr.2 mit einem Essay von Dea Loher zum Zustand der Welt, einem ausführlichen Nachruf auf Jutta Lampe und einem Porträt und Stückabdruck von Armin Petras.

Der Theater-Spielbetrieb ruht zwar, aber nicht alle Aktivitäten der Theaterleute. So arbeitet die sich auf die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN beziehende und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Abteilungen des Theater Bremen getragene AG „Nachhaltigkeit“ intensiv zu verschieden Themen wie Diversität, Inklusion, Lebensqualität, Material, Mobilität. Chefdramaturg Stefan Bläske erklärt: „Als öffentliche Institution haben wir auch den Auftrag, zur Erreichung der Pariser Klimaziele beizutragen. Wir sind uns der Aufgabe und Herausforderung bewusst, Kunst, die auch von Freiheit und Verschwendung lebt, dennoch möglichst nachhaltig zu produzieren, und setzen daher unseren Weg, ein möglichst ökologisch arbeitendes Theater zu sein, konsequent fort.“

Wir Theaterfreunde finden diese Bestrebungen gut und fördern sie mit der Finanzierung eines Lastenfahrrads.

Mit einer weiteren Förderung unterstützen wir die Produktion von ARIADNE AUF NAXOS.

Dazu verwenden wir Ihre Mitgliedsbeiträge. In den nächsten Tagen erfolgen die Beitragseinzüge für 2021. Desgleichen erhalten die Mitglieder, von denen wir keine Einzugsermächtigung haben, eine Rechnung zur Überweisung des Mitgliedsbeitrags.

Den Mitgliedsausweis 2021 erhalten Sie mit diesem Brief.

Immer mal wieder seit Beginn der Pandemie wurden wir von Theaterfreunden angesprochen mit der Frage, ob es an unserem Theater in Not geratene Künstler gäbe, für die wir etwas tun sollten. Die Gespräche mit dem Ensemble und der Theaterleitung ergaben, dass wir in Bremen bei der Kulturbehörde eine gute Künstlerhilfe und eine Task Force für Notfälle (in der auch Theaterleute mitwirken) haben. Sollte sich dennoch mal ein aussergewöhnlicher Bedarf ergeben, werden wir es erfahren und könnten uns dann mit einer gezielten Spendensammlung engagieren.

Sobald der Theaterbetrieb weitergeht, werden auch die frei tätigen Künstler wieder Arbeit haben und Geld verdienen. Und wir werden endlich wieder ins Theater gehen und uns etwas ansehen.

Bis dahin grüßt Sie voller Hoffnung

Ihre Ursula van den Busch

Dezemberbrief 2020

Liebe Theaterfreundinnen und Theaterfreunde,

der tägliche Blick auf die steigenden Infektionszahlen liess im Laufe des November die Hoffnung auf eine Wiedereröffnung des Theaters zum 1.Dezember immer weiter schwinden und nun ist es beschlossen: Die Einstellung des Spielbetriebs wurde bis Ende des Jahres verlängert.

Das Theater arbeitet ab sofort an einem Plan für Januar, Februar und März.
Immer mehr Produktionen werden fertiggestellt und harren der Möglichkeit, auf die Bühne zu kommen. Falls also das Theater ab Jahresanfang wieder spielen darf, werden die Premieren von ZAUBERFLÖTE, MUTTER VATER LAND, WÜST, MOBY DICK und RONJA RÄUBERTOCHTER nachgeholt. Ja, auch RONJA RÄUBERTOCHTER – zunächst auf Ende 2021 verschoben, wird nun doch weiter geprobt….

Ebenfalls nachgeholt wird dann auch die Verleihung des KURT-HÜBNER- NACHWUCHSPREISES an Killian Farrell wie auch die Mitgliederversammlung der Theaterfreunde.

Einen Spielplan mit Terminen für die ersten beiden Monate des neuen Jahres gibt es noch nicht, dafür brauchen die Theaterleute noch etwas Zeit. Sie erhalten ihn mit dem JANUARBRIEF oder sehen ihn schon vorher auf der Website des Theaters.

Wie schon im letzten Monat, gilt auch weiter die Regelung für Vorstellungen, die ausfallen: Bereits erworbene Karten werden an der Theaterkasse kostenlos für eine andere Vorstellung umgetauscht oder zurückerstattet. Die Rückerstattung kann auch per E-Mail über kasse@theaterbremen.de unter Angabe der Auftragsnummer und einer Bankverbindung erfolgen und ist für beide Wege bis Ende der Spielzeit möglich.

Der Spielbetrieb ruht also, jedoch nicht die Arbeit an den Produktionen. So beginnen nun die Proben zu DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN mit Marco Letonja am Pult, das Anfang Februar zur Aufführung kommen soll und auch die von Alice Meregaglia musikalisch geleitete semikonzertante Oper DIE ITALIENERIN IN ALGIER, deren Premiere für März vorgesehen ist, wird vorbereitet.

Weiter gehen auch die Online-Publikumsgespräche. Die nächsten Termine:
°Dienstag, 1.12. 18 Uhr zu BRAVEHEARTS
°Dienstag, 8.12. 18 Uhr zu ALL DAS SCHÖNE
Anmeldung dazu unter E-Mail dramaturgie@theaterbremen.de

Große Freude für das Theater Bremen brachte die Vergabe des diesjährigen Theaterpreises DER FAUST: Gleich zwei Preisträger kommen aus unserem Theater!
Als bester Sänger wurde Patrick Zielke für seinen Baron von Ochs in DER ROSENKAVALIER ausgezeichnet und als beste Regisseurin Antje Pfundtner für ihre Moks-Produktion ICH BIN NICHT DU. Wir gratulieren!

Seit Monaten vermissen wir Vieles. Besonders die eingeschränkten Kontakte zu Familie und Freunden fehlen, aber auch die Kunst und Kultur.
Freuen wir uns also auf das neue Jahr und viele Theatererlebnisse, die uns erwarten.
Und bleiben wir hoffnungsvoll und optimistisch, dass wir ab Januar wieder ins Theater gehen können!

Haben Sie trotz der Pandemie eine schöne Adventszeit und frohe Weihnachten mit Ihren Lieben und kommen Sie gut ins neue Jahr.

Herzlichst,
Ihre Ursula van den Busch