Novemberbrief 2017

Liebe Theaterfreundinnen und Theaterfreunde,

mit diesem Brief erhalten Sie unseren aktualisierten Flyer. Wir würden uns freuen, wenn Sie ihn zur Mitgliederwerbung nutzen. Gern senden wir Ihnen bei Bedarf weitere Exemplare zu. Wir wünschen uns ja viele weitere Mitglieder wie auch viele weitere Theaterbesucher. Dazu könnten Sie beitragen. Denn wir würden Sie gern als Multiplikatoren / als Botschafter gewinnen! Der Möglichkeiten für Ihr Engagement gibt es viele. Zum Beispiel könnten Sie überlegen, wen Sie wegen einer Mitgliedschaft ansprechen. Oder mit wem Sie sich mal zum Theaterbesuch verabreden.

Ein besonderes Angebot macht der neue Musikdirektor Yoel Gamzou: Er kommt für einen Abend zu Ihnen, um über Aufführungen zu sprechen, an denen er mitwirkt (in dieser Spielzeit LADY MACBETH VON MZENSK, DIE FLEDERMAUS, LAZARUS) oder auch über Ihre weiteren Fragen zum Musiktheater – wenn Sie einige Freunde, Bekannte, Nachbarn, Kollegen zu sich nach Hause einladen. Haben Sie Interesse an solch einem besonderen Abend? Dann melden Sie sich bei mir unter Email uvandenbusch@t-online.de oder Telefon 0170-5748389.

Nach den Premieren von FREMDES HAUS, CANDIDE, KNAUSGÅRD III: SPIELEN und REMOTE BREMEN kam zuletzt die Uraufführung BLACK RAINBOW auf die Bühne. Samir Akika und sein Ensemble beschäftigen sich in dem Tanzstück mit Utopien und Hoffnungen, Ängsten und Visionen.

Wie wir uns die Welt von morgen vorstellen, ist eine immer währende Frage. Der Schweizer Autor und Theaterregisseur Milo Rau will im Spiel die Welt verändern. Er glaubt, dass Zukunft im Spiel sichtbar und formbar wird. Nun hat er ein Weltparlament einberufen, das vom 3. bis 5. November in der Schaubühne in Berlin tagen und über Gegenwart und Zukunft diskutieren wird.

Bei Vortrag und Diskussion von Rudolf Hickel zu KAPUTTALISMUS #10: KARL MARX am 27. November geht es um die Frage der Aktualität der „Anatomie des Kapitalismus“.

Weitere Termine finden Sie in der folgenden Übersicht.

Die nächsten Probenbesuche
°Dienstag, 7.11. 19 Uhr Theater am Goetheplatz | RUSALKA
°Montag, 13.11. 19 Uhr Kleines Haus | MICHAEL KOHLHAAS
°Mittwoch, 22.11. 18 Uhr Theater am Goetheplatz | TOM SAWYER
°Dienstag, 5.12. 19 Uhr Kleines Haus | ÖDIPUS/ ANTIGONE
Anmeldung unter Email dramaturgie@theaterbremen.de oder Telefon 0421-3653313

Die nächsten Premieren
°Samstag, 11.11. 19:30 Uhr Theater am Goetheplatz | RUSALKA
°Donnerstag, 16.11. 20 Uhr Kleines Haus | MICHAEL KOHLHAAS
°Sonntag, 19.11. 11 Uhr Theater am Goetheplatz | Familienkonzert PIEP PIEP PIEP… GUTEN APETTIT! – MUSIK GEHT DURCH DEN MAGEN
°Samstag, 25.11. 19 Uhr Brauhaus | WAISEN
°Sonntag, 26.11. 15 Uhr Theater am Goetheplatz | UA TOM SAWYER
°Samstag, 9.12. 20 Uhr Kleines Haus | ÖDIPUS/ ANTIGONE

Die nächsten Wiederaufnahmen
°Samstag, 21.10. 20 Uhr Kleines Haus | MR. ROBOT
°Freitag, 24.11. 20 Uhr Kleines Haus | GAS – PLÄDOYER EINER VERURTEILTEN MUTTER
°Sonntag, 3.12. 15:30 Uhr Theater am Goetheplatz | HÄNSEL UND GRETEL

Etwas Besonderes
°Samstag, 4.11. 19:30 Uhr Theater am Goetheplatz | DAVID ORLOWSKY TRIO
°Dienstag, 7.11. 20 Uhr Kleines Haus | KEIN MENSCH – Gastspiel des
Nationaltheater Prag
°Dienstag, 14.11. 20 Uhr Malsaal / Treffpunkt noon | SPOTLIGHT: BIRGER RADDE
°Montag, 27.11. 19:30 Uhr Foyer Theater am Goetheplatz | KAPUTTALISMUS #10: KARL MARX – Vortrag von Rudolf Hickel
°Sonntag, 3.12. 15 Uhr noon | RENTIERPUNSCH: NUSSKNACKER UND MÄUSEKÖNIG
°Dienstag, 19.12. 19:30 Uhr Theater am Goetheplatz | BENEFIZABEND ZUGUNSTEN DER WESER-KURIER-WEIHNACHTSHILFE – Konzert mit der Kafka Band

Die nächsten TheaterTreffen
°Montag, 6.11. 20 Uhr noon | DAS GESPRÄCH mit dem Regisseur Felix
Rothenhäusler. Moderation Hendrik Werner
°Montag, 11.12. 20 Uhr noon | DIE WEIHNACHTSFEIER – Gemeinsames Singen mit dem Ersten Kapellmeister Hartmut Keil

Weitere Informationen zu den genannten Veranstaltungen finden Sie im Monatsheft.

Herzliche Grüße,
Ihre Ursula van den Busch

Oktoberbrief 2017

Liebe Theaterfreundinnen und Theaterfreunde,

im Vorstand gibt es einige Änderungen: Stellvertretender Vorsitzender ist nun Rudolf
Hickel, die beiden „Neuen“ Norbert Langen Schriftführer und Helene Brinkmann seine
Vertreterin. Zudem haben wir unser jüngstes Mitglied Yusuf Balaban als ständigen Gast in
den Vorstand eingeladen. Die jetzigen Spartenbeauftragten sind für Musiktheater Daniel
de Olano, für Tanz Inge Beutler, für das Junge.Theater Helene Brinkmann (und für
Schauspiel weiterhin ich).

Auch aus dem Theater gibt es Neuigkeiten zu vermelden: In der Kritikerumfrage von „Theater heute“ zu den Höhepunkten des Jahres wurde bei den besten Nachwuchskünstlern Nadine Geyersbach für ihre Kostüme und Bühne bei GAS–PLÄDOYER EINER VERURTEILTEN MUTTER genannt. Für den renommierten Theaterpreis DER FAUST sind Nadine Lehner für ihre Rolle als Kundry in PARSIFAL und Paul-Georg Dittrich für die Regie von LA DAMNATION DE FAUST nominiert. Und den Musikpreis ECHO KLASSIK 2017 in der Kategorie bester Nachwuchsdirigent erhält unser neuer, junger Musikdirektor Yoel Gamzou.

Yoel Gamzous großes Talent konnten wir bei seinem Bremer Debüt in der umjubelten Premiere von LADY MACBETH VON MZENSK erleben. Großartig unter seinem Dirigat die Bremer Philharmoniker. Auch hervorragend der Chor, glänzend wieder Nadine Lehner als Katerina, eine starke Inszenierung von Armin Petras. Eine wunderbare Aufführung, die man auf jeden Fall mindestens einmal besucht haben sollte! Sehenswert ist auch die von uns geförderte, von Alexander Riemenschneider nach Franz Kafkas Roman inszenierte Produktion AMERIKA.

AUS FREUDE AM FÖRDERN überschrieb das aktuelle Kulturjournal „foyer“ einen Bericht über die Bremer Theaterfreunde. Tatsächlich macht die Förderung nicht nur uns Freude, sondern auch den Geförderten. Jüngstes Beispiel: Durch unsere Finanzierung der Karten ermöglicht, besuchte eine Schulklasse ISTANBUL und schreibt uns „Wir danken Ihnen, das war schön und interessant, es hat Spaß gemacht, wir haben uns total gefreut.“

Damit Sie mit Freude die Probenben besuchen können, möchten wir aus gegebenem Anlass die Anmelde–Regelung erweitern. Neben der bisherigen Möglichkeit per E-Mail können Sie sich von nun an auch unter der angegebenen Telefonnummer anmelden.

Die nächsten Probenbesuche
°Dienstag, 7.11. 19 Uhr Theater am Goetheplatz | RUSALKA
°Montag, 13.11. 19 Uhr Kleines Haus | MICHAEL KOHLHAAS
Anmeldung unter E-Mail dramaturgie@theaterbremen.de oder Telefon 0421-365 33 13

Die nächsten Premieren
°Samstag, 14.10. 19:30 Uhr Theater am Goetheplatz | CANDIDE
°Sonntag, 15.10. 18:30 Uhr Kleines Haus | KNAUSGARD III: SPIELEN
°Samstag, 21.10. 16:30 Uhr Treffpunkt Friedhof Buntentor | REMOTE BREMEN
°Freitag, 27.10. 20 Uhr Kleines Haus | BLACK RAINBOW
°Samstag, 11.11. 19:30 Uhr Theater am Goetheplatz | RUSALKA
°Donnerstag, 16.11. 20 Uhr Kleines Haus | MICHAEL KOHLHAAS

Die nächsten Wiederaufnahmen
°Mittwoch, 18.10. 10:30 Uhr Brauhaus | ANDERS SEIN
°Mittwoch, 18.10. 20 Uhr Kleines Haus | DANTONS TOD
°Samstag, 21.10. 19:30 Uhr Theater am Goetheplatz | BANG BANG
°Samstag, 21.10. 20 Uhr Kleines Haus | MR. ROBOT

Etwas Besonderes
°Dienstag, 31.10. 19:30 Uhr Theater am Goetheplatz | WINTERREISE – Gastspiel des Maxim Gorki Theater Berlin
°Samstag, 4.11. 19:30 Uhr Theater am Goetheplatz | DAVID ORLOWSKY TRIO
°Dienstag, 7.11. 20 Uhr Kleines Haus | KEIN MENSCH – Gastspiel des Nationaltheater Prag

Die nächsten TheaterTreffen
°Montag, 9.10. 20 Uhr noon | DAS GESPRÄCH mit den Kurt–Hübner–Preisträgerinnen Nathalie Forstman und Christiane Renziehausen. Moderation Daniel de Olano
°Montag, 6.11. 20 Uhr noon I DAS GESPRÄCH mit dem Regisseur Felix Rothenhäusler. Moderation Hendrik Werner

Überweisen Sie gern weiter Ihre Spende 30 Jahre – 30 Euro auf unser Konto IBAN:DE36 2905 0000 1004 2660 00!

Bis bald im Theater! Herzliche Grüße,
Ihre Ursula van den Busch

Kurt-Hübner-Preis 2017 für die Jungen Akteure

Der Kurt-Hübner-Preis der Bremer Theaterfreunde geht in diesem Jahr an die Jungen Akteure am Theater Bremen.

Stellvertretend wird das Leitungsteam der Jungen Akteure, Nathalie Forstman und Christiane Renziehausen, mit dem Preis ausgezeichnet.

Seit 2005 bieten die Jungen Akteure Kindern und Jugendlichen aus Bremen und umzu die Möglichkeit, am Theater Bremen unter professionellen Bedingungen Theater zu spielen. Weit über tausend junge Menschen konnten in diesen zwölf Jahren über die Jungen Akteuren für das Theater begeistert werden und ihre Theaterleidenschaft ausleben.

Die Themen, die in den inzwischen mehr als 125 Produktionen der Jungen Akteure aufgegriffen werden, sind dabei von gesellschaftlicher Relevanz, nicht nur für ein junges Zielpublikum. Die Jury zeigte sich bei ihrer Entscheidung vom konstant hohen künstlerischen Niveau der Arbeit der Jungen Akteure und ihrem Mut, auch kontroverse Themen zu behandeln, beeindruckt. Beispielhaft sei auf Gernot Grünewalds Inszenierung KINDER|SOLDATEN, Lola Arias’ Migrationsstudie aus Sicht von Kindern THE ART OF ARRIVING sowie die von Nathalie Forstman inszenierte Produktion GRÜNE VÖGEL, in der die religiöse Radikalisierung von Jugendlichen thematisiert wurde, verwiesen. Wiederholte Einladungen der Jungen Akteure zu nationalen Theaterfestivals zeigen, dass die künstlerische und inhaltliche Qualität ihrer Arbeit auch überregionale Beachtung findet.

In der aktuellen Spielzeit haben sich die Jungen Akteure thematisch auf die Suche begeben: Sie sind dabei der VERLORENEN JUGEND junger Frauen als Wandeltheater im Brauhauskeller (Regie: Christiane Renziehausen), den Spuren neuzeitlicher Bremer Stadtmusikanten bei Audiowalks durch das Bremer Viertel in STILL OUT THERE (Regie: Fabian Lettow und Mirjam Schmuck) sowie konventionellen und unkonventionellen Männerbildern im Tanztheaterstück TURNEN (Choreographie: Tomas Bünger) nachgegangen. Die Jungen Akteure zeigten sich damit auch 2016/17 vielfältig und experimentierfreudig bei der Wahl ihrer szenischen Mittel. In der Umsetzung der Themen boten sie ihrem Publikum erneut sensible Inszenierungen, die von großer Authentizität und Originalität geprägt waren.

Nathalie Forstman leitet seit der Spielzeit 2011/12 die Jungen Akteure am Theater Bremen. Nach einem Studium an der Ludwig-Maximilian-Universität München und dem Studium der Theaterpädagogik an der Hochschule der Künste im Sozialen Ottersberg folgten theaterpädagogische und künstlerische Projekte als freischaffende Theatermacherin und Dramaturgin sowohl mit Laien als auch mit professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern. Von 2009 bis 2011 war sie als Kuratorin von Theaterfestivals und Themenreihen an der Schwankhalle Bremen tätig. Am Theater Bremen inszenierte Nathalie Forstman u.a. in der Spielzeit 2012/13 das Stück WARUM DAS KIND IN DER POLENTA KOCHT nach Aglaja Veteranyi, das 2013 für das Theatertreffen der Jugend in Berlin nominiert und zum Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern nach Oldenburg eingeladen wurde.

Christiane Renziehausen studierte Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie Pädagogik an der Georg-August-Universität Göttingen, dann bis 2007 Theaterpädagogik an der Fachhochschule Ottersberg. Ihr erstes Engagement am Theater trat sie mit der Spielzeit 2008/09 an den Kammerspielen Paderborn an, wo sie mit dem Jungen Theater eine neue Sparte etabliere. 2010 wechselte sie an das Kinder- und Jugendtheater Zamt und Zunder in Baden in der Schweiz. Seit 2011 ist sie als Theaterpädagogin und Dramaturgin bei den Jungen Akteure am Theater Bremen tätig.

Mit dem Kurt-Hübner-Preis zeichnen die Bremer Theaterfreunde e.V. seit 1996 jährlich eine besonders herausragende künstlerische Leistung am Theater Bremen aus. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wurde zuletzt an die Schauspielerin Annemaaike Bakker (2013), den leitenden Regisseur im Musiktheater Benedikt von Peter und die Musiktheatersparte des Theater Bremen (2014), den Sänger Patrick Zielke (2015) sowie an die Schauspielerin Nadine Geyersbach und den Schauspieler Alexander Swoboda (2016) verliehen. Benannt ist die Würdigung nach Kurt Hübner, der von 1962 bis 1973 Generalintendant am Theater Bremen war.

Die diesjährige Jury setzte sich wie folgt zusammen: Prof. Michael Börgerding (Intendant Theater Bremen), Ursula van den Busch (Theaterfreunde), Rainer Glaap (Theaterfreunde), Christine Gorny (Radio Bremen), Iris Hetscher (Weser-Kurier), Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Theaterfreunde), Daniel de Olano (Theaterfreunde), Benno Schirrmeister (taz) und Rolf Stein (Kreiszeitung).